Short Track

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Eisschnelllauf und Short Track – Ein Vergleich der Sportarten

Geschichte des Eislaufens und des Eisschnelllaufs.

Das Eislaufen hat in der Geschichte der Menschheit eine lange Tradition.
In englischen und norwegischen Mooren wurden etwa 3000 Jahre alte Knochenst�cke gefund,
die mit Hilfe von Tiersehnen an den F��en befestigt wurden und als Schlittschuhe dienten.
Zuerst wurden diese Schlittschuhe jedoch ausschlie�lich zweckbezogen eingesetzt um zum
Beispiel Nahrungsmittel im Winter von einem Ort zum anderen Ort zu bringen.

Die ersten Schlittschuhe mit Stahlschienen, welche in Holzsohlen fixiert und mit Kreuzriemen
am Schuh befestigt wurden, stammen aus Holland und fanden Mitte des 13.
Jahrhunderts
ihre erste Verwendung.

Abb.1: Erster Schlittschuh mit Stahlschienen
 

Mit der Zeit jedoch entwickelte sich daraus das Eislaufen als Sport und z�hlt daher zu
den �ltesten Sportarten der Menschheit. Von Holland aus wurde das Eislaufen nach
England gebracht. Von dort wiederum verbreitete sich eine neue Arte des Eislaufens,
das Kunsteislaufen nach Amerika und Kanada. In Amerika wurde schlie�lich auch
der erste Schlittschuh aus Stahl entwickelt.

Abb.2: Erster Schlittschuh aus Stahl                   
 

In Edingburgh wurde 1742 der erste europ�ische Eislaufclub gegr�ndet. In �sterreich wurde
der erste bedeutende Verein 1867 gegr�ndet, der heutige „Wiener Eislaufverein“.
Mit der Gr�ndung von Eislaufvereinen kam es gleichzeitig zur Errichtung von Eislaufpl�tzen.
Im Jahr 1876 wurde in Chelsea die erste Kunsteisbahn errichtet und 1889 folgten in
 Amsterdam die ersten offiziellen Weltmeisterschaften im Eisschnelllauf. 1892 wurde die
International Skating Union (ISU) gegr�ndet und die offiziellen Meisterschaftsstrecken
500m, 1500m, 5000m und 10.000m f�r den gro�en Vierkampf der M�nner festgelegt.
Eisschnelllauf als olympische Sportart gab es erstmals 1924 in Chamonix, jedoch vorerst
nur f�r M�nner. In Stockholm fanden 1936 die ersten Weltmeisterschaften f�r Frauen statt.
Damals wurde �ber 500m, 1000m, 3000m und 5000m gelaufen. Um olympische Medaillen
durften die Frauen erstmals 1960 in Squaw Valley laufen.
 

Geschichte des Short-Track

Aus Mangel an 400m Eisbahnen wurde bereits um 1900 in Kanada, England und Schottland
auf Eishockeyfeldern um die Wette gelaufen - die Geburtsstunde des Short-Tracks.
Die w�rtliche �bersetzung von Short-Track ist „Kleinbahn“, das hei�t die Wettbewerbe
werden auf kleineren Bahnen, also auf Eishockeyfeldern und meistens in Hallen ausgetragen.
Die ersten Short-Track Meisterschaften fanden 1905 in Canada statt. Die erste offizielle
Short-Track Weltmeisterschaft folgte 1982 in Meudon/Paris. Entgegen allen Vorhersagen wurde
Short Track in Calgary als Demonstrationsbewerb durchgef�hrt und 1992 in Albertville
als offizieller olympischer Bewerb anerkannt. Short Track Wettbewerbe werden auf einem
 Eishockeyfeld ausgetragen. Dazu wird eine Bahn mit 111.12m Rundenl�nge eingezeichnet.
Im Unterschied zum Eisschnelllauf, bei dem ja eigentlich nur gegen die Uhr gefahren wird,
starten mehrere L�ufer bis zu 8) gleichzeitig nebeneinander auf einer Startlinie.
Bei nationalen und internationalen Meisterschaften werden 1500m (13 � Runden)
und 500m (4 � Runden) sowie 1000m (9 Runden) und 3000m (27 Runden) gelaufen.


Unterschiede zwischen Eisschnelllauf und Short Track

Eisschnelllauf und Short Track werden in Fachkreisen oft als Formel 1 und Rally des
Eislaufens bezeichnet. Schon alleine diese differenzierte Auffassung l�sst erkennen,
dass die im Moment �hnlichen Sportarten doch sehr unterschiedlich sein m�ssen.
Betrachtet man, wie die L�ufer in beiden Disziplinen ihre Runden ziehen so bemerkt
man in erster Linie keinen Unterschied. Die 90-Grad Position der Beine (Ober- und
Unterschenkel sollten ann�hernd einen rechten Winkel bilden), der Oberk�rper nach
vorne und die Bewegung der Arme sind sehr �hnlich. Unter dem Gesichtspunkt der
Aerodynamik kann man schon mehr Eigenheiten erkennen. Im Eisschnelllauf spielt
die Windschl�pfrigkeit eine wesentliche Rolle. Einige Athleten haben von Natur aus
eine aerodynamisch bessere Position, schneiden dadurch die Luft besser und
gewinnen einige Hundertstel oder Zehntel Sekunden anderen L�ufern gegen�ber.
Im Short Track ist die Aerodynamik nicht so wichtig. Das 30 mal 60 Meter gro�e Eisstadion
und der enge Kurvenradius erm�glichen es nicht sehr hohe Geschwindigkeiten zu
erreichen um von einer �hnlich gro�en Wichtigkeit der Aerodynamik sprechen zu k�nnen.
Wesentlich wichtiger ist es hier den Windschatten des Vordermannes optimal auszunutzen.
Die beste K�rperposition des Hintermannes ist dabei eine etwas h�here als die des
Vordermannes, er blickt also �ber die Schultern und sieht sofort die gew�hlte Linie des
vorderen L�ufers. So stellt sich auch gleich ein gewisser psychologischer Aspekt ein,
womit Fehler des vorderen Athleten intelligent ausgen�tzt werden k�nnen. Einer der
gr��ten Unterschiede zwischen Short Track und Eisschnelllauf besteht im engen
Kontakt mit drei oder mehreren Athleten. Die eigene Spur, der Platz, die Gewissheit
alles geben zu k�nnen, sind Grundprinzipien im Eisschnelllauf. Deshalb haben auch
viele Athleten, die von der langen Bahn auf Short Track umsteigen oder Short Track
Athleten welche oft alleine trainieren, gro�e Probleme mit dem wenigen zur Verf�gung
stehenden Platz. Auch die Taktik spielt im Short Track eine viel gr��ere Rolle. Es ist nicht
m�glich, wie im Eisschnelllauf einfach alles zu geben, weil man des �fteren einfach behindert wird.
Viel wichtiger ist es die Fehler anderer beinhart im richtigen Moment ausn�tzen zu k�nnen. 
Im Eisschnelllauf wird das Hauptaugenmerk auf die Gerade gelegt. Geschwindigkeits-
erh�hungen werden durch hundertprozentige Ausn�tzung jedes einzelnen Schubs auf der
Geraden erzielt. Im Short Track sieht es durch die kleinere Bahn bzw. durch die Spurwahl
oft so aus, als w�rde man um einen gro�en Kreis laufen. Also wird hier auch eher
in den Kurven beschleunigt, wodurch auch ein unterschiedliches Schlittschuhmaterial
eine wesentliche Rolle spielt  Weitere Unterschiede gibt es bei der Bekleidung.
Im Short Track werden zur eigenenSicherheit ein Helm, Lederhandschuhe,
Schienbeinschoner und Knieschoner getragen. Die Schutzma�nahmen ergeben
sicherlich keinen aerodynamischen Vorteil und w�ren deshalb wohl im Eisschnelllauf
nie und nimmer anzudenken. Die Kufen sind individuell auf die L�ufer abgestimmt
und werden im Short Track schon fast l�nger als beim Eisschnelllauf. Der Grundlegende

Unterschied liegt jedoch darin, dass beim Eisschnelllauf ein Klapp-Schuh verwendet
wird und beim Short Track aus Sicherheitsgr�nden nicht (n�heres wird sp�ter erl�utert)!
Die nach links verstellten Kufen die sogenannte „Banane“ (Biegung der Kufe zur Kurveninnenseite)
und die Abrundung der Kufe an der Unterseite sind ein weiterer Unterschied der zwei Sportarten.

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